Interlaken Reise-FAQ

Antworten auf die häufigsten Fragen zu einer Reise nach Interlaken – Schengen-Visum, Geld, Verkehrsmittel, Kultur und mehr.

Planning

Wann ist die beste Reisezeit für Interlaken?

Die Schweiz kennt vier ausgeprägte Jahreszeiten. Mai bis Juni und September bis Oktober sind die ideale Zeit für die Jungfrau-Region — klare Wanderwege, Blumenwiesen oder Herbstfarben, und die Bergbahnen laufen im Vollbetrieb. Von Dezember bis März sorgt Schnee für Skisaison an den Hängen oberhalb von Grindelwald, Wengen, Mürren und Adelboden. Meiden Sie nach Möglichkeit den November und Ende April: Tiefliegende Wolken hängen dann häufig über den beiden Seen, und viele Bergbahnen schliessen zwischen den Saisons für die planmässige Wartung.

Brauche ich ein Visum für Interlaken?

Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum, ist aber kein EU-Mitglied, was bei der Planung der Reisedokumente für Verwirrung sorgen kann. Reisende aus visumbefreiten Ländern dürfen sich innerhalb von 180 Tagen bis zu 90 Tage ohne Visum aufhalten, und auch hier soll künftig die ETIAS-Reisegenehmigung der EU gelten, sobald sie eingeführt wird. Ihr Reisepass sollte bei der Ausreise noch mindestens 3 Monate gültig sein. Prüfen Sie vor der Buchung stets die aktuellen Bestimmungen für Ihre Staatsangehörigkeit auf der Website des Staatssekretariats für Migration (SEM).

Money

Welche Währung wird in Interlaken verwendet?

Der Schweizer Franken (CHF) ist die einzige offizielle Währung — Karten werden fast überall akzeptiert, auch an kleinen Kiosken und Automaten. Etwas Bargeld lohnt sich trotzdem: Manche Bergbahnen, Marktstände und öffentliche Toiletten bevorzugen weiterhin Münzen. Euro werden an touristischen Orten gelegentlich akzeptiert, allerdings zu einem ungünstigen Kurs, und das Wechselgeld kommt meist in Franken zurück. Interlaken zählt wie die gesamte Schweiz regelmässig zu den teuersten Reisezielen Europas — planen Sie Ihr Budget entsprechend.

Sollte ich in Interlaken Trinkgeld geben?

Gesetzlich ist der Service in Restaurant- und Barpreisen bereits inbegriffen, Trinkgeld ist also nie Pflicht. Einheimische runden die Rechnung meist auf die nächsten paar Franken auf, und bei besonders gutem Service im Restaurant sind 5-10 % zusätzlich eine grosszügige, aber nicht erwartete Geste. Auch Taxifahrer und Hotelpersonal freuen sich über Aufrunden, doch niemand wird Ihnen deswegen nachlaufen.

Practical

Ist Interlaken sicher für Touristen?

Interlaken ist sehr sicher, auch nachts — Gewaltverbrechen gegen Touristen sind selten. Die realen Risiken sind Taschendiebe an den beiden Bahnhöfen und in überfüllten Bussen, empfindliche Bussen bei Fahrten ohne gültiges Ticket im öffentlichen Verkehr sowie die Berge selbst: Das Wetter kann rasch umschlagen, und oberhalb von rund 2500 m besteht ein reales Risiko für Höhenkrankheit — relevant bei Ausflügen oberhalb von Grindelwald oder Mürren. Speichern Sie die Nummer der Rettungsflugwacht REGA, 1414, sowie die europäische Notrufnummer 112.

Gibt es in Interlaken guten Internetzugang?

Ja — die Schweiz verfügt über eine ausgezeichnete 4G- und 5G-Mobilfunkabdeckung, auch hoch oben in den Bergen, wo man nicht unbedingt mit Empfang rechnet. Kostenloses WLAN gibt es in den meisten SBB-Zügen und an vielen öffentlichen Orten wie Bibliotheken und Tourismusbüros, auch wenn die Abdeckung bei manchen Bergausflügen lückenhaft sein kann. Für einen kurzen Aufenthalt ist eine vor der Ankunft online gekaufte, vorausbezahlte eSIM meist die einfachste Möglichkeit, ohne Suche nach einem physischen SIM-Shop zuverlässig online zu sein.

Welche Stromspannung gilt in Interlaken?

Die Schweiz nutzt 230 V / 50 Hz mit der landesspezifischen Steckdose Typ J (drei runde Stifte im Dreieck) neben der zweipoligen Steckdose Typ C, die in weiten Teilen Europas verbreitet ist. Ein schmaler, flacher Typ-C-"Eurostecker" passt problemlos in eine Typ-J-Steckdose, der dickere deutsche bzw. französische Typ-F-"Schuko"-Stecker jedoch nicht — was so manchen Reisenden aus benachbarten EU-Ländern überrascht, der davon ausgeht, alle europäischen Steckdosen seien untereinander kompatibel. Geräte aus Grossbritannien und Nordamerika benötigen einen passenden Adapter.

Transport

Wie bewege ich mich in Interlaken fort?

In Interlaken gibt es weder ein Tram noch ein städtisches Nahverkehrsnetz — die lokalen Busse im Bödeli sind mit der Gästekarte abgedeckt. Die BLS-Schiffe legen ab Interlaken West in Richtung Thunersee und ab Interlaken Ost in Richtung Brienzersee ab, und ab Interlaken Ost fahren auch die Jungfraubahnen (BOB, WAB, JB) sowie die Brünig-Linie in die Zentralschweiz (Zentralbahn). Landesweit gelten die SBB-Züge als sprichwörtlich pünktlich; der Flughafen Zürich ist mit dem Direktzug etwa 2 Std. 05 Min. entfernt, Genf rund 2 Std.

45 Min. Zu den Pässen: Der Swiss Travel Pass deckt unbegrenzte Fahrten mit Zügen, Bussen und Schiffen im ganzen Land ab und bietet Ermässigungen auf Bergausflüge; der Berner Oberland Pass und der Jungfrau Travel Pass konzentrieren sich auf die regionalen Bahnen und Bergbahnen; die Halbtax-Karte senkt die meisten Fahrpreise für eine Saison um 50 %; und der Sparbillett-Tageskarte ist ein günstiges, nicht flexibles Ticket, das im Voraus für einen bestimmten Reisetag im ganzen Land gekauft wird. Einen Tell-Pass gibt es hier nicht.

Culture

Welche Sprache spricht man in Interlaken?

Hochdeutsch ist die offizielle Schriftsprache, im Alltag wird jedoch Schweizerdeutsch (Schwiizerdütsch) gesprochen — ein eigenständiger Dialekt, der sich so stark vom Hochdeutschen unterscheidet, dass selbst Besucher aus Deutschland oft überrascht sind. Interlaken liegt im Kanton Bern, und Englisch wird hier, besonders in Hotellerie, Geschäften und bei jüngeren Menschen, sehr breit verstanden, sodass man auch ohne Deutschkenntnisse gut zurechtkommt. In anderen Landesteilen wird im Westen Französisch und im Tessin im Süden Italienisch gesprochen.

Was sollte ich in Interlaken essen?

Probieren Sie Berner Rösti, das knusprige Kartoffelgericht, das auf den meisten lokalen Speisekarten den Ton angibt, sowie Älplermagronen — alpine Makkaroni, mit Käse, Rahm und Kartoffeln überbacken und oft mit Apfelmus serviert. In den kälteren Monaten gehören ein richtiges Käsefondue oder Raclette einfach dazu.

Aus dem nahen Meiringen stammt die Meringue, traditionell mit dicker Doppelrahmschicht serviert, und Alpkäse aus dem Simmental lohnt die Suche. Schweizer Schokolade hält, was ihr Ruf verspricht. Rechnen Sie mit rund CHF 25-40 für ein Hauptgericht im Restaurant und CHF 4,50-6 für einen Kaffee.

Der eigentliche Spartipp ist das Mittagessen: Das tägliche Mittagsmenü in normalen Restaurants kostet oft nur die Hälfte desselben Gerichts am Abend.